Wärme und loderndes Feuer …

… das verbinden viele damit, wenn sie ihren Kaminofen entfachen. Auch ich habe in diesem kalten Winter den Ofen häufiger angemacht, weil es einfach gut tat, bei dem Frost wohlig warm zu sitzen. Jedoch habe ich mich und meine Nachbarn damit einem gesundheitlichen Risiko ausgesetzt – durch Feinstaub, polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) sowie klimaschädliches Methan, Lachgas und Ruß. Laut Umweltbundesamt können Erkrankungen der Atemwege, des Herz-Kreislauf-Systems, des Stoffwechsels, des Nervensystems oder Krebs begünstigt werden. Besonders für Kinder, Personen mit vorgeschädigten Atemwegen und ältere Menschen stellt Feinstaub eine starke Belastung dar. Einige der PAKs sind krebserregend, erbgutverändernd, hormonell wirksam oder fortpflanzungsgefährdend.

Weil neuere Kaminöfen einen höheren Wirkungsgrad haben und weniger Schadstoffe aussenden, empfiehlt das Umweltbundesamt, Öfen auszutauschen, die älter als 15 Jahre sind. Wichtig ist, nur unbehandeltes und trockenes Holz (Wasseranteil: 15 bis 20 Prozent) zu verwenden. Man kann auch einen Staubabscheider einsetzen, der die Emissionen reduziert. Wichtig ist zudem, beim Anfeuern und Nachlegen stoßzulüften, denn gerade dann entweichen die schädlichen Stoffe ins Wohnzimmer. Aufgrund dieses Wissens werde ich künftig versuchen, den Kaminofen öfter mal auszulassen, der Gesundheit und der Umwelt zuliebe.

DR. MED. ARND SCHWEITZER

Ausführliche Informationen finden Sie hier in einer Infoveranstaltung der Bundesärztekammer: Feinstaub – die unterschätzte Gesundheitsgefahr.