Frühjahrsputz in Aumühle

Am 7. März 2026 fand in Aumühle der Frühjahrsputz statt – zwei Stunden lang sammelten engagierte Menschen Müll von den Straßen. Danach servierte die Feuerwehr Essen und Getränke in der Frühlingssonne auf dem Feuerwehrhof – 1.000 Dank für dieses wunderbare Angebot.

Nun ist Aumühle ein recht sauberer Ort – aber an einigen Stellen, zum Beispiel auf dem P-&-R-Platz, lagen unglaubliche Mengen an Verpackungsmüll herum. Niemand mag vermüllte Plätze, aber sobald irgendwo Müll herumliegt, werfen einige Menschen ihren Abfall ungehemmt dazu. Das Argument „machen andere auch“ zieht immer. Dabei ist Müll nicht nur unschön, sondern gefährdet Tiere direkt, wenn sie davon fressen oder sich darin verheddern, und er vergiftet Lebensräume.

Die Vermüllung ist auch ein Symptom der weltweit wachsenden Plastikproduktion – Müllvermeidung und die Entwicklung abbaubarer Materialien kommen nicht voran. Das Plastikproblem war vor der Pandemie in der öffentlichen Debatte präsent – wurde aber seitdem verdrängt von anderen Krisen und Katastrophen.

Interessanterweise ist nachzuweisen, dass seit 2020 die Zahl der Menschen, die auf Müllvermeidung achten, um 20 Prozent zurückgegangen ist. Und das Modell Singapur? Wo Menschen 500 Euro zahlen, wenn sie eine Zigarettenkippe wegwerfen? Als Mitglied einer „Verbotspartei“ ist mir das nicht unsympathisch – aber, Spaß beiseite, das Plastikproblem ist damit nicht gelöst. Es bleibt: Müll vermeiden, Müll aufsammeln – und bei
uns mitmachen
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GUNDULA ELSASSER

Der Beitrag erschien im Magazin „Der Sachsenwalder 4/2026“.